Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Dottenheim
1957 bis 1963

Nach mehreren Vorschlägen und Absagen wurde Hans Datz zum Kommandanten gewählt – er nahm die Wahl an. Zum Stellvertreter wurde Georg Espert gewählt.

Zu dieser Zeit wurde in den Bayerischen Landwehren das Löschgruppensystem eingeführt und außerdem mussten nach den Richtlinien des Feuerlöschwesens die Kommandanten einen 1-wöchigen Grundstufen-Lehrgang in der Feuersehrschule Würzburg absolvieren. Der gewählte Kommandant Hans Datz absolvierte diesen vom 25.11 bis 30.11. 1957.

Der Kommandant hatte nun die Aufgabe, das Erlernte von Theorie und Praxis seinen Feuerwehrmännern beizubringen. Während den Wintermonaten wurden im Gasthaus Zeller an mehreren Abenden die einzelnen Aufgaben des Wasser-, Schlauch- und Löschtrupps sowie des Melders und Maschinisten mit Hilfe einer Wandtafel durchgepaukt. Am Anfang waren die Feuerwehrmänner den Schulungen für das Löschsystem sehr skeptisch gegenübergestanden, was natürlich für den Kommandanten nicht immer einfach war. Im Frühjahr 1958ging es dann am Gänswasen an die praktischen Übungen. Es konnten 3 Gruppen gebildet werden. Mit sehr viel Eifer wollte jede Gruppe dann die Schnellste sein.

1958 wurde von der Gemeinde für eine Löschgruppe blaue Uniform-Jacken so wie für zwei Gruppen Schutzhelme mit Nackenschutz angeschafft. Außerdem wurde die Wehr statt des bisherigen Messing-Feuerwehr-Blashorns mit einem Tasten-Mehrklanghorn ausgerüstet. Auch der Kommandant wurde mit einer neuen Uniform eingekleidet. Bei den Feuerwehrfesten fanden die neuen Uniform-Jacken der Wehrmänner von Dottenheim viel Bewunderung, denn selten wurden zu dieser Zeit Feuerwehren von ihren Kommunen mit neuen Uniformen ausgerüstet. Dem Streben des Kommandanten mit seinen Wehrmännern belohnte man mit der Anschaffung von einigen Schläuchen mit Steckverschlüssen. An dieser Stelle sei unserem Bürgermeister Heinrich Beck mit seinen Gemeinderäten Hans Schweighöfer (2. Bürgermeister) Johann Hanns, Georg Schuster, Hans Baßler, Leonhard Pretz und Hans Strauß zu danken.

Und so entstand in Dottenheim eine schlagkräftige Feuerwehr, um im Ernstfall das Hab und Gut eines Jeden zu retten.

Im Frühjahr 1961 wurde mit ca. 15 Feuerwehrmännern an einer Großnachtübung in Holzhausen unter der Leitung des Kreisbrand-Inspektors Heinrich Beigel teilgenommen.

Beim Festhallenbrand am 8. März 1958 in Ipsheim ist unsere Feuerwehr ausgerückt, brauchte aber wegen Einsatz der Stützwehren Bad Windsheim und Neustadt/Aisch nicht mehr eingesetzt werden.

Durch rasches Eingreifen der Dottenheimer Feuerwehr bei kleineren Bränden in den Jahren 1957 bis 1963 konnten größere Brände verhindert werden.